Selbsthilfegruppe für Mütter mit behinderten Kindern

In Uganda sind Menschen mit Behinderungen nach wie vor weitgehend vom Gemeinschaftsleben ausgeschlossen. Vor allem Kinder mit Behinderungen werden oft versteckt, geworfen oder in manchen Fällen sogar getötet. Die Mütter behinderter Kinder sind oft von ihren Großfamilien ausgeschlossen, und die Väter dieser Kinder verlassen oft ihre Familien.

Die Uganda National Household Survey erfasst Behinderungen erst ab dem fünften Lebensjahr. Das bedeutet, dass behinderte Kinder unter fünf Jahren in der Umfrage nicht berücksichtigt werden. Die Umfrage zeigt jedoch, dass insgesamt 7,1 Prozent der Ugander – oder rund 2,1 Millionen Menschen – behindert sind.

Behinderungen sind in der Vielzahl der benachteiligten Gebiete des Landes am häufigsten anzutreffen. Denn den meisten Frauen in diesen Regionen fehlt der Zugang zu medizinischer Versorgung während der Schwangerschaft oder das Wissen um Risiken, die das Ungeborene schädigen können. Umweltverschmutzung, ungeeignete Medikamente sowie Malaria und Infektionskrankheiten tragen ebenfalls zur hohen Invaliditätsrate bei.

Situation

Seit 2016 unterstützt Malteser International die Mütterinitiative “Suubi Lyaffe” in der ugandischen Hauptstadt Kampala. Die Initiative ist eine Selbsthilfegruppe, die von einer Müttergemeinschaft gegründet wurde, die sich abwechselnd für die Betreuung von bis zu 15 behinderten Kindern einsetzt. Wir stützen uns ganz auf die Unterstützung einzelner Mitglieder der Öffentlichkeit und der örtlichen Gemeinde und versorgen die Mütter mit den Kosten für Rollstühle, Orthesen und das Gebäude, das sie benutzen. Wir bringen die Kinder auch zu speziellen Behandlungen und schulen die Mütter, um ihr Einkommen zu steigern. Eine Physiotherapeutin, die seit mehreren Jahren ehrenamtlich mit den Kindern arbeitet, steht ebenfalls zur Verfügung.

Ziel

Unser Ziel ist es, die medizinische und soziale Versorgung behinderter Kinder zu verbessern.

Maßnahmen

  • Transport der Kinder zu Fachärzten
  • Praktische Unterstützung der Gruppe, auch bei der Anmietung eines Gebäudes.
  • Ausbildung der Mütter in einkommensschaffenden Maßnahmen
  • Überwachung durch das Team von Malteser International in Kampala

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