Kinder vor HIV schützen

Das Projekt “Save a Child from AIDS” in Mexiko City ist ein dreijähriges Programm. Es hilft Müttern, ihre Kinder vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Alter von zwei Jahren vor einer Infektion mit dem HI-Virus zu schützen. Obwohl HIV-infizierte Mütter und Schwangere von der mexikanischen Regierung kostenlos antiretrovirale Medikamente erhalten, fehlt es an Aufklärung und Nachbereitung während der Behandlung. Viele Mütter sehen nur die negativen Nebenwirkungen. Sie verstehen nicht die Bedeutung der Behandlung: Das bedeutet, dass sie oft aus dem Behandlungsprogramm aussteigen oder es nur unregelmäßig nutzen – was die Chancen erhöht, dass ihre Kinder mit HIV infiziert werden.
Malteser International und der Malteserorden Mexiko unterstützen die Mütter auf drei Arten. Zuerst erhalten sie eine ärztliche Beratung, regelmäßige Kontrollen und Nachuntersuchungen, um sicherzustellen, dass die Mütter die antiretrovirale Behandlung fortsetzen. Schulungen und Trainings stellen sicher, dass die Frauen über die notwendigen Informationen verfügen, um Infektionen zu verhindern.

Ernährungsunterstützung

Zweitens erhalten die Frauen Ernährungsunterstützung, da viele in Armut leben oder keinen Zugang zu Ernährungsinformationen haben. Sie erhalten Milch sowohl für die Babys als auch für ihre Geschwister. Damit ihr Abwehrsystem gut funktioniert, müssen normale Infektionen wie die Grippe sofort verhindert oder behandelt werden, so dass das Projekt ihnen kostenlose Medikamente zur Verfügung stellt.

Psychosoziale Unterstützung

Drittens bieten die Projekte auch psychosoziale Unterstützung und Beratung für die Mütter. Sie helfen ihnen, mit der Diskriminierung ihrer Familien und der Gesellschaft umzugehen. Sie erhalten psychologische Unterstützung in Form von Gruppentherapien und Einzelgesprächen. Weil sie an den Rand gedrängt werden, haben viele der Frauen auch ihren Job verloren und haben kein Einkommen. Um wieder auf die Beine zu kommen, lernen die Frauen, wie man Seife und andere Reinigungsmittel herstellt. Diese können sie selbst herstellen und gegen ein zusätzliches Einkommen verkaufen.

Situation

Laut UN-Statistiken leben in Mexiko-Stadt 40.000 Frauen mit HIV. Häufig infizieren sich die Frauen schon in sehr jungen Jahren aufgrund mangelnder Kenntnisse und des fehlenden Bewusstseins. Auch diese Frauen werden diskriminiert und stigmatisiert. Sie sind oft von der Gesellschaft ausgeschlossen. Sie verlieren ihren Job, ihre Partner und damit die Mittel, um für sich und ihre Kinder zu sorgen.

Obwohl die mexikanische Regierung in bestimmten Krankenhäusern kostenlose antiretrovirale Medikamente zur Verfügung stellt, fehlt es vielen infizierten Frauen an Informationen oder Unterstützung durch die Regierungsbehörden. Sie nehmen die lebensrettende Medizin mit starken Nebenwirkungen, wenn überhaupt, nur in sehr unregelmäßigen Abständen.

Vor allem in der Schwangerschaft führt dies zu einer Übertragung des Virus von der Mutter auf das ungeborene Kind.

Ziele

Ziel des Projekts ist es, (ungeborene) Babys und Kinder davor zu bewahren, von ihren Müttern eine lebensbedrohliche HIV-Infektion zu erhalten. Die gefährlichste Phase ist während der Schwangerschaft und in den ersten beiden Lebensjahren des Kindes. Neben dem Schutz der Kinder und der Bereitstellung einer sicheren und gesunden Umwelt liegt der Schwerpunkt des Projekts auch auf der Sensibilisierung. Man will verhindern, dass Jugendliche sich in Sekundarschulen infizieren.

Maßnahmen

  • Schulung und Unterstützung von mit HIV/AIDS infizierten Frauen im Umgang mit der Krankheit während ihrer Schwangerschaft, um eine Übertragung auf das ungeborene Kind zu verhindern.
  • Ausbildung der Frauen im Umgang mit ihren Neugeborenen und Kleinkindern.
  • Schaffung einer sicheren und gesunden Umgebung für 60 Neugeborene / Kleinkinder und deren Geschwister durch Schulung im Umgang mit Kinderernährung, Bereitstellung von Milch, Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Medikamenten.
  • Psychosoziale Betreuungs- und Lebensunterhaltsaktivitäten für infizierte Mütter, um ihr Selbstvertrauen zu stärken und ihnen zu ermöglichen, Einkommen zu generieren.
  • Sensibilisierung von 6.000 Jugendlichen an Sekundarschulen für das Risiko einer HIV/AIDS-Infektion und deren Folgen.

Im hier verlinkten Beitrag geht es um psychosoziale Betreuung von Unfallopfern.

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