Psychosoziale Hilfe für Binnenvertriebene

Malteser International leistet in Zusammenarbeit mit dem Ukrainischen Malteserorden psychosoziale Hilfe für Binnenvertriebene in den Regionen Kiew, Luhansk und Donezk. Viele der Betroffenen wurden aufgrund des Konflikts zwischen Regierung und Opposition im Osten des Landes zur Flucht aus ihrer Heimat gezwungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Hilfe für Kinder und ihre Familien – um ihnen ein gewisses Maß an Stabilität zu geben.

Situation

Insgesamt 1,6 Millionen Menschen in der Ukraine wurden durch den Konflikt zwischen der neuen Regierung und separatistischen Kräften im Osten des Landes vertrieben. Viele leiden unter schweren Traumata, haben Angehörige verloren, und trotz des Waffenstillstands haben sie Angst vor weiterer Gewalt. Das Ausmaß des Traumas bei einigen Vertriebenen macht eine Neuorientierung und eine gewisse Stabilität an ihrem Zufluchtsort nicht nur schwierig, sondern auch ohne Hilfe unmöglich. Es gibt ein hohes Maß an Solidarität, aber die Spannungen zwischen den Vertriebenen und ihren Aufnahmegesellschaften sind an einigen Orten hoch, was die Situation noch verschlimmert.

In den Jahren 2015 bis 2017 standen die Regionen Lugansk und Donezk sowie Kiew im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Seit Anfang 2018 haben sich die Projektaktivitäten in die “Grauzone” oder Kontaktlinie zwischen russischen und ukrainischen Truppen verlagert.

Ziele

Psychosoziale Stabilisierung von rund 15.000 vom Konflikt in der Ukraine betroffenen Menschen.
Stärkung der lokalen Strukturen und des Personals (Beamte, Freiwillige, Spezialisten), um die Aufgabe der Unterstützung der betroffenen Menschen zu erfüllen.

Zielgruppen:

  • Rund 6.000 Vertriebene werden durch die Verteilung von Informations- und Bildungsmaterial sowie psychosozialer Unterstützung in Gemeindezentren erreicht.
  • Mehr als 5.800 Personen nehmen an psychosozialen Kursen in Gemeinschaftszentren teil.
  • Rund 2.800 Menschen werden mit mobilen Kliniken erreicht.
  • Etwa 1.000 schwere Fälle werden an das Traumazentrum in Kiew überwiesen.
  • Rund 800 Sozialarbeiter, Psychologen und Angehörige verwandter Berufe sowie Freiwillige im Bereich der Versorgung von Vertriebenen (Ausbildung und Betreuung). Eine größere Gruppe von Fachkräften wird durch Informations- und Bildungsmaterial und durch die Anwendung des “Multiplikatoreffekts” erreicht.
  • Ca. 290 Vertreter der zuständigen lokalen Behörden (Roundtable-Diskussionen, Sensibilisierung und Aufklärung über die Folgen von Traumata usw.).
  • Betreuungs- und Mentoringmaßnahmen für rund 200 Fachkräfte und Freiwillige

Direkte Unterstützung für Vertriebene und ihre Aufnahmegemeinden

  • Erstellung und Verteilung von Basisinformationen und Bildungsmaterial.
  • Psychosoziale Unterstützung in Form von Einzel- und Gruppentreffen oder Aktivitäten in Gemeindezentren
  • Übertragung von Sonderfällen des Bedarfs an das Traumazentrum in Kiew auf der Grundlage der Beurteilung psychologischer Faktoren.

Stabilisierung und Entwicklung lokaler Strukturen

  • Rundtischgespräche mit Vertretern der lokalen Behörden, der Zivilgesellschaft und des Fachpersonals.
  • Kurze Schulungen für Vertreter der lokalen Behörden über die psychologischen Folgen von Konflikten und Vertreibung, die Bedürfnisse der Vertriebenen und Hilfsmodelle.
  • Systematische Entwicklung von Trainingsprogrammen für psychosoziales Fachpersonal und Freiwillige an den Projektstandorten.
  • Erstellung und Verteilung von Informationen, Schulungen und Fachliteratur für lokale Beamte und Spezialisten.
  • Betreuungs- und Mentoringmaßnahmen für rund 200 Fachkräfte und Freiwillige

Kinder vor HIV zu schützen ist eine sehr wichtige Aufgabe für die Welt. Wir versuchen zu helfen. Lies hier, wie!

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